Samstag, 25. März 2017

Perkin, the richest chemist in Britain and famous scientist




Perkin verließ entgegen dem Ratschlag seines Ausbilders Hofmann das Royal College of Chemistry und gründete 1857 eine chemische Fabrik in Greenford Green bei Sudbury. Dort produzierte er den Farbstoff Mauvein und brachte ihn als Tyrian Purple auf den Markt.
William Perking setzte seine Forschertätigkeit auf dem Gebiet der organischen Chemie sein ganzes Leben fort. (Im Gegensatz zu den Befürchtungen seines Lehrmeisters Hofmann)
Zu diesem Zweck hatte er sich in seiner Fabrik ein Forschungslabor eingerichtet.
Er entdeckte anderer synthetische Farbstoffe wie Britannia Violet und Perkin´s Green und brachte diese auf den Markt.
Er entwickelte Wege um Cumarin herzustellen, einer der ersten synthetischen Aromastoffe für die Parfumbereitung.
Ebenso stellte er Zimtsäure her, der Syntheseweg wurde später zu seinen Ehren Perkin-Reaktion genannt.
Perkin entdeckte auch einen Weg, um den Farbstoff Alizarin aus Anthracen herzustellen, allerdings kamen ihm Graebe und Liebermann bei der Patentanmeldung im Jahr 1869 um einen Tag zuvor.
Perkin steigerte die Produktion von 40 Tonnen Alizarin auf 220 Tonnen in Jahr 1871, zog sich aber bereits 1874 als reicher Mann und Unternehmer zurück, sicher auch deshalb, weil inzwischen die BASF den Markt beherrschte.
seine Forschungen führte er fort, erlebte viele Ehrungen und wurde 1906 vom König
in den Ritterstand erhoben.














Sonntag, 12. März 2017

Henry Perkin left Royal College to produce Mauvein


Die Modefarbe Mauve war geboren worden.
Die Farbe zeigte alle guten Eigenschaften, die man erwarten darf. Das heißt, sie war wasch- und lichtecht.
Voller Stolz führte er die Entdeckung im Freundeskreis vor, und es tauchte schnell die Frage auf, wie die Erfindung in der Praxis verwertet werden könnte.
Besonders mit seinem Freund Arthur Church diskutierte Perkin, wie man größere Mengen von dem Farbstoff herstellen sollte.
Flüssiges Anilin war teuer nicht so leicht herzustellen.
Perkin hatte nie eine Fabrik von innen gesehen, er wußte nichts über die Herstellung von Chemikalien außerhalb des Labors.
Und er kannte niemanden in der Textilindustrie, den er um Rat fragen konnte.
Beide, Perkin und Church schätzten ihren Mentor so ein, dass er Entwicklungen, die nicht mit der Wissenschaft direkt verknüpft waren, missbilligen würde.
Sie entschlossen sich also, Hofmann nach seiner Rückkehr aus Deutschland nach den Osterferien noch nichts von der Entdeckung zu berichten, sondern erst, nachdem Perkin weitere Prüfungen des Farbstoffes durchgeführt haben würde.
Durch die Vermittlung eines Freundes gelang es Perkin, Kontakt zu einer Farbfabrik in Schottland aufzunehmen, um seine gefärbten Textilproben zur Prüfung vorzulegen.
Schon bald mitte Juni erhielt er von dem Manager Robert Pullar eine positive Antwort, die ihn ermunterte und fortzufahren mit seinen Bemühungen:
If your discovery does not make the goods too expensive it is decidedly one of the most valuable that has come out for a very long time.
Hofmann wußte immer noch nichts von der grandiosen Entdeckung seines Schülers.
Die Freunde beschlossen, sich noch einmal bei einem Patentanwalt zu erkundigen.
Es stellte sich dabei heraus, dass es tatsächlich eine Ausnahme-Regel gab.
Sollte ein Patent der Krone in besoberer Weise zusagen, so gab es diese Genehmigung als Geschenk ab ein Mindestalter von 18 Jahren.
Perkin stellte den Antrag im August  und war dabei erfolgreich.
Perkin nannte seine Entdeckung Tyrian Purpur.
Seine Zweifler dagegen, die der Meinung waren, seine Erfindung sei unbedeutend, sprachen etwas herablassend von purple sludge.
Zu diesen gehörte auch Hofmann, der erst nach den Sommerferien von der neuen Farbe erfuhr.
Die beiden trafen sich zu einem Krisengespräch, bei dem Perkin seinem Chef die Absicht mitteilte, den Farbstoff unter dem Namen Mauve produzieren und vermarkten zu wollen.
Das würde bedeuten, dass er das Royal College of Chemistry verlassen müsse.
Darüber war Hofmann sehr verärgert und war fest davon überzeugt, dass Perkin eine falsche Richtung einschlagen und seine Zukunft ruinieren würde.
Er sprach in einer durchaus entmutigen Art und Weise auf seinen Schüler ein, um ihm auch das Gefühl für seinen falschen Weg zu geben.
Die Auseinandersetzung führte zu einem ernsthaften Krach zwischen ihnen, es war wohl auch das erste Mal, dass sie so aneinander gerieten.

„Hofmann erwartete vielleicht, dass das Unternehmen ein Reinfall würde und war sehr in Sorge, dass ich so blöd sei, meine wissenschaftliche Arbeit aufzugeben für solch ein Objekt, besonders auch, weil ich erst 18 Jahre alt war. Ich muss gestehen, dass meine größte Sorge beim Wechsel in die Technik die war, dass meine kontinuierliche Forschung verhindern würde,“ gestand später Perkin ein.
Ob es ihm wohl gelingen würde, mit seiner Entdeckung ein "Rich Man" zu werden?

New: Printbook: Bjoern Bernhard Kuhse: Rich Man The Lord of Scents, Amazon.com 12,80$












Samstag, 25. Februar 2017

Henry Perkin entdeckt Mauvein-Farbstoff

William Henry Perkin (1838-1907)

Bereits mit 15 Jahren wurde William Henry Perkin im Jahr 1853 Schüler am Royal College of Chemistry, und Hofmann erkannte sehr schnell seine Begabung.
Nach einem Jahr hatte er seine Grundausbildung abgeschlossen und konnte mit experimentellen Untersuchungen beauftragt werden.
Und da gab es noch einen fähigen Schüler, nämlich Arthur Church, der seinen Arbeitsplatz neben Perkin hatte.
Sie freundeten sich an und hatten gemeinsame Interessen durch die Malerei.
Perkin lud ihn zu sich nach Hause ein, um ein Bild zu malen, das dann sogar auf der Royal Academy Ausstellung 1854 gezeigt wurde.
Beide junge Männer fühlten sich getrieben vom Forschungsgeist, so dass jeweils ihre Untersuchungen und Arbeiten privat zu Hause in kleinen Laboren nach Feierabend fortsetzten.
Perkins erste Aufgabe nach absolvierter Grundausbildung war die Umsetzung organischer Basen mit Kohlenwassertoffen.
Doch zunächst heimlich war er bereits auf Farben fixiert.
Zusammen mit Church hatte er daheim Experimente gemacht und beim Hydrieren eines Benzoldestillates eine Substanz erhalten, die sie Nitrosophenyline nannten.
Es war offensichtlich ein Farbstoff, der sich in Alkohol mit rot-oranger Farbe löste und bei Zugabe von Alkali in gelb-braun um schlug.
Seinen Bericht „Einige neue Farb-Aspekte“ reichte er dann Anfang Februar 1856 bei der Royal Society ein.
Dabei stellte er sich so geschickt an, dass er mit 17 Jahren zum Assistenten von Hofmann ernannt wurde.
Im Auftrage Hofmanns führte er diverse organische Reaktionen durch und war oft erfolgreich, so auch bei der Oxydation von Anthracen zu Anthrachinon.
So kam es im Jahr 1856 zu einem folgenschweren Zufallsereignis.
Das Anilin war ja für Hofmann immer schon ein wichtiges Untersuchungsobjekt gewesen.
Und ebenso das Chinin. Chinin war das Wundermittel gegen die Tropenkrankheit Malaria und wurde bereits seit Jahrzehnten durch Extraktion mit Alkohol aus der Rinde des Chinarindenbaumes hergestellt.

Während der Osterferien im Jahr 1856, als Hofmann die Feiertage in Deutschland verbrachte, gelang Perkin in seinem Privatlabor im obersten Stockwerk in East End eine folgenreiche Entdeckung.
Perkin setze in der Retorte das Alkaloid Chinin mit einer künstlichen Base um und erhielt zu seiner Überraschung eine rötliche Substanz.
Um das Ergebnis zu verstehen, wählte er bei einem zweiten Versuch eine einfache Base aus, eben das Anilin.
In diesem Fall erhielt er ein schwarzes Produkt.
Andere Chemiker hätten dieses Produkt verworfen, aber das galt nicht für den Hofmann-Schüler Perkin.
Er filtrierte und trocknete und erhielt ein schwarzes Pulver.
Und siehe da: Beim Auflösen in Weingeist sah er eine herrliche bläuliche Farbe.
Die Modefarbe Mauvein war geboren worden.



New: Printbook: Bjoern Bernhard Kuhse: Rich Man The Lord of Scents, Amazon.com 12,80$